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Calw

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Calw [kalf] (regional auch [kalp]) ist eine Stadt in Baden-Württemberg, etwa 18 Kilometer südlich von Pforzheim und 33 Kilometer westlich von Stuttgart gelegen. Sie ist die Kreisstadt und größte Stadt des Landkreises Calw und bildet ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. Seit 1. Januar 1976 ist Calw Große Kreisstadt.

Calw liegt im Tal der Nagold im Nordschwarzwald. Die Altstadt liegt westlich des Flusses. Die neueren Stadtteile liegen an den Hängen. Weitere Gewässer im Stadtgebiet sind Tälesbach, Ziegelbach, Wurstbrunnenbach, Schießbach, Schlittenbach und Schweinbach. Die Höhenlage der Stadt beträgt zwischen 330 und 630 Meter ü. NN.

 

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Bauwerke

Sehenswert ist der historische Marktplatz, das älteste Gebäude auf dem Platz ist das Haus Schäberle, das Stadtzerstörung bzw. Stadtbrände von 1634 und 1692 mehr oder weniger unbeschadet überstand. Das Geburtshaus von Hermann Hesse, Marktplatz 6 wurde 1692 von Johann Conrad Moseter erbaut. 1697 richtete Christoph Mayer ein Einzelhandelsgeschäft in dem von ihm erworbenen Haus ein. Bis auf den heutigen Tag blieb das Gebäude ein Handelshaus.

Das Calwer Rathaus steht am Marktplatz 9, der erste Rathausbau erfolgte 1454. Im 19. Jahrhundert wurden etliche Renovierungen und Veränderungen vorgenommen. Im Jahre 1929 wurden die Figuren an die Fassade angebracht. Sie symbolisieren die drei wichtigsten Aufgaben der Stadt gegenüber ihren Bürgern: Rittergestalt - Schutz und Gerechtigkeit, Baum der gepflanzt wird - Verwurzelung und damit Blühen des Gemeinwesens, Mutter mit Kindern - Fürsorge für die in Not Geratenen. Unter den Rathausarkaden waren die Bänke oder Schrannen (Marktstände) der Bäcker und Metzger aufgebaut, heute ist dort ein moderner Veranstaltungsraum untergebracht, dessen Glasfassade die architektonische Urgestalt unterstreicht.

Die Nikolausbrücke mit Nikolauskapelle, die Hermann Hesse oft in seinen Werken erwähnt, ein Lieblingsplatz seiner Kindheit, wurde 1400 im gotischen Stil erbaut. 1926 wurde bei der Renovierung durch Ernst Yelin die beiden Figuren rechts und links, ein Tuchhändler und ein Flößer, eingesetzt und symbolisieren die einstigen wirtschaftlichen Säulen der Stadt.

Der weit über die Stadt hinaus ragende „Lange“ diente einst als Gefängnis, oben war eine Wächtersstube untergebracht. Das ehemals als Spielzeugmuseum dienende Haus Reichert steht leer.

Das Georgenäum wurde der Stadt 1868 gestiftet und sollte vor allem der Aus- und Weiterbildung der Jugend dienen.

Im Stadtteil Hirsau gibt es zwei Klöster zu besichtigen. Die „Aureliuskirche“ - heute Kirche der katholischen Gemeinde - ist das älteste der Hirsauer Klosterbauten aus dem Jahr 1070. Sie ist liebevoll restauriert und von dem bekannten Bildhauer Otto Herbert Hajek künstlerisch einfühlsam ausgestaltet. Das ehemalige Benediktinerkloster St. Peter und Paul war in der Klosterbewegung von Cluny im 11. und 12. Jahrhundert das bedeutendste deutsche Reformkloster nördlich der Alpen und wurde 1692 im Pfälzischen Erbfolgekrieg von französischen Truppen zerstört. Die baugeschichtlich hochbedeutenden Ruinenanlagen beinhalten Relikte aus unterschiedlichen Baustilen: die romanische Säulenbasilika, die einst die größte romanische Kirche Südwestdeutschlands war, den gotischen Kreuzgang, die spätgotische Marienkapelle und die Ruine eines Renaissanceschlosses, in deren Mauern bis 1989 die von Ludwig Uhland besungene Ulme zu Hirsau stand.

Am Rande des Stadtteils Stammheim befindet sich zwischen bewaldeten Hügeln am Bachlauf des Schlittenbachs die Untere Mühle, mit dem größten oberschlächtigen hölzernen Wassermühlrad Europas. Mit 11,5 Meter Durchmesser. Im Türstock der Mühlenscheune ist die Jahreszahl von 1853 eingemeiselt.

 

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Bücherempfehlungen

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