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Blog von Fachwerkfreunden (6)

Montag, 20 Oktober 2014 18:53

Innovationspreis Göttingen 2014

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Beitrag für unsere Nominierung zum Innovationspreis Göttingen 2014.
Sonntag, 10 November 2013 14:50

Ein gutes Fundament fürs Fachwerk

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Sie waren „die Wissenden“, Zimmerer, die über Jahrhunderte hinweg über die Fachwerkhäuser Botschaften und Weisheiten an die nächsten Generationen weitergaben. Noch heute schmücken die Handschriften der Zimmerer das Fachwerk historischer Häuser. Damit diese nicht nur schöne Fassaden bleiben, reisen jährlich über 100 Gästeführer zur Propstei Johannesberg nach Fulda, um bei der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte e. V. die Bedeutung von Figuren, Lebensbäumen, Buchstaben, Zahlen und allerhand heidnischer Dämonenabwehr zu erlernen.
Mitte Februar begrüßte Prof. Manfred Gerner 40 Seminarteilnehmer aus Mitgliederstädten der Deutschen Fachwerkstraße zu den Themen Holz und Verzimmerung sowie Fachwerk, Schmuck und Symbolik. Dies sind zwei von sechs Teilen, die ein Fachwerkgästeführer in Fulda bis zum Erreichen des Diploms braucht.
Alle Teile absolviert hat der Stadtführer Prof. Dr. Karl-August Helfenbein. Der 83-jährige Erziehungswissenschaftler führt seit 25 Jahren als Stadtführer Gäste durch seine Stadt Lauterbach und ist Leiter des Stadtarchivs. „Diese Seminare sind hervorragend aufgebaut und transportieren viel Wissen“, lobte er seinen Kollegen Gerner, der für dieses Qualitätsmerkmal steht.
Mit dem Denkmalpfleger Bernd Liebmann war „eine Vorhut“ aus Sindelfingen in Fulda. „Ich möchte eine Strategie zur Vermarktung und Erhaltung des Fachwerks in unserer Stadt entwickeln, darum bin ich hier“, sagte Liebmann. Sindelfingen steht zudem kurz vor dem Eintritt in die Arbeitsgemeinschaft, Liebmann wollte schon mal erkunden, was die Arbeitsgemeinschaft bietet. Er bekam viel zu hören und zu sehen, denn neben der Theorie über Zapfen, Blatt, Kreuzverbindungen, Holzfeuchten oder Schädlinge gab es auch eine Exkursion zur Johannesberger Handwerkssammlung im ehemaligen Schafstall der Propstei. Auf 330 Quadratmetern Grundfläche sahen sich die Gästeführer Werkzeuge, Zunftgegenstände und Handwerkskunst verschiedener Epochen an. Die Ausstellung über die fantastischen Fachwerkmodelle von Dieter Ehret, die in dem mannshohen Modell der Schweidnitzer Friedenskirche sicherlich ihren Höhepunkt findet, gaben einen einzigartigen Blick auf die innere Konstruktion der Fachwerkhäuser. Und die komplette Werkstatt des berühmten Intarsienschneiders Heinz Huppke ist ebenfalls ein Highlight der Sammlung. „Hier sehen Sie originale Intarsien von der Gründerzeit bis weit ins 20. Jahrhundert hinein“, erklärte Prof. Gerner. Werkzeuge, Geräte und einen großen Bestand an Werkzeichnungen und Skizzen sind dort ausgestellt, die Gästeführer zeigten sich begeistert.
Die nächsten Seminare werden voraussichtlich im Juni stattfinden, die Diplome für etwa 29 Fachwerkgästeführer sollen am 21. März in Limburg feierlich verliehen werden.

13. und 14. Februar 2013_Fulda.

Diana Wetzestein / SchreibWerkstatt Wanfried

http://www.frauderfeder.de/inhalte/fachwerk/ein-gutes-fundament-f%C3%BCrs-fachwerk

Sonntag, 10 November 2013 14:48

Zunftabend in der Krone

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Zu seinem traditionellen Hessischen Buffet „servierte“ der Kronenwirt Reinhard Brill am Samstagabend eine besondere Delikatesse: Ein Zimmermeister, ein Wandergeselle und ein Geselle plauderten über die Zunft der Zimmerer, die Entstehung des Fachwerks und die Besonderheiten der Symbolik an Riegeln, Streben und Eckständern.
Fachwerkgästeführerin Hertha Darimond hatte eigens dafür ein Programm ausgearbeitet und ihre Kolleginnen Heide-Diana Massakas aus Büdingen und Diana Wetzestein aus Wanfried mitgebracht. Die drei Frauen in Zimmermannskluft, mit Stenz, Charlottenburger und dem bekannten Hut mit breiter Krempe, standen perfekt ihren Mann und präsentierten in drei Teilen, was das älteste Handwerk der Menschheit ausmacht. Von Noah im Alten Testament, über die Gründung der Zünfte im 13. Jahrhundert, bis zu Zimmereibetrieben, wie dem Traditionsunternehmen Christian Holzapfel in Eschwege, alle Zeiten wurden angerissen.
Das Wissen eigneten sich die drei Fachwerkdamen in Seminaren an der Propstei Johannesberg in Fulda an. Dort wurden sie bei Prof. Manfred Gerner geschult, mit einem Diplom ausgezeichnet und wollen mit ihrem Programm auch zur Erhaltung eines Kulturgutes beitragen. „Die Fachwerkfassaden sind das soziale Gedächtnis einer Stadt“, sagte Diana Wetzestein, die beim Zunftabend die „zu Fleisch gewordene Geschichte ihrer Familie“, den Wetzesteins, darstellte.
Die Büdinger Stadtführerin Massakas machte auf die heidnischen Zeichen im Fachwerk aufmerksam, wie die Raute als Zeichen der Vermehrung, das Herz als Zeichen der Liebesgöttin Freya. „Hinter dem Gasthaus Zur Krone verbirgt sich die Dornenkrone Jesu Christi“, sagte Hertha Darimond noch und dass es in Eschwege besondere Symbole zu entdecken gäbe. Neben dem theoretischen Wissen ließen die drei Fachwerkspezialistinnen aber auch raus, was „Frau in Kluft“ alles leisten kann. Das Legen eines rechten Winkels mit einer Zwölfknotenschur und eines Rähms, das Richtfest, mit Richtspruch und dem Zimmermannsklatsch, all das wurde am Abend dem begeistertem Publikum präsentiert. Dieses bekam neben gutem Essen und Fachwerkkultur, einen Nagelwettbewerb und ein Wissensquiz geboten. Den ersten drei Gewinnern wurde je ein Verzehrgutschein vom Kronenwirt überreicht. Maike Brathge, HR-Redakteurin, wird über diesen besonderen Hessischen Abend in hr4 berichten.

26. Januar 2013_Eschwege.

Diana Wetzestein / SchreibWerkstatt Wanfried

http://www.frauderfeder.de/inhalte/fachwerk/zunftabend-in-der-krone

Donnerstag, 16 Mai 2013 06:15

Eine Stadt steht Kopf- um auf die Beine zu kommen

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Es ist das Motto des in diesem Jahr vom 28.Sept. bis 6.Okt.  bereits zum 4. Mal in Hann.Münden stattfindenden Festivals : DenkmalKunst-KunstDenkmal . 2007 von dem Denkmalaktivisten Bernd Demandt und der Lichtdesignerin Uta von Schenck ins Leben gerufen, war es das Ziel dieser einzigartigen Veranstaltung, den Bürgern die Schönheit ihrer historischen Fachwerkstadt, die wie in vielen anderen Städten auch von Leerstand und vom Verfall bedroht ist, mehr ins Bewusstsein zu rücken. Während neun Tagen werden ca. 20 Denkmäler öffentlich zugänglich gemacht, in ihnen finden zahlreiche Ausstellungen von über 50 Künstlern aus dem In- und Ausland und ebenso viele kulturelle Veranstaltungen statt. Konzerte, Lesungen Theater beleben stimmungsvoll die alten Gemäuer.  Man kann es bereits eine Erfolgsgeschichte nennen, zweimal wurde für das Engagement ein Preis vergeben.

 

 Spektakulär  beim diesjährigen Festival ist das Projekt 9- mal-24. 9Tage lang wird an 24 Stunden täglich ein seit Jahren leerstehendes und vom Brand geschädigtes Fachwerkhaus saniert, der Fortschritt der Arbeiten kann über Webcam und Übertragung auf Großleinwand verfolgt werden. Die spürbare Begeisterung der Hann. Mündener Bürger über die Aktivitäten für ihre Altstadt führte schließlich zur Gründung einer Bürgergenossenschaft, sie ist Trägerin des Bauvorhabens 9-mal-24.Nach Abschluss der Sanierung will das Anfang des Jahres gegründete Kunstnetz e.V. das Gebäude als Künstlerhaus übernehmen.

 

 Ermöglicht wird das ganze Vorhaben durch die finanzielle Unterstützung von Sponsoren und den Einsatz von mehr als hundert ehrenamtlichen Mitarbeitern und Handwerkern, die alle gemeinsam für einen reibungslosen Ablauf und letztendlich den  Erfolg des Festivals sorgen werden.

 Mehr Informationen gibt es auf:    www.denkmalkunst-kunstdenkmal.de

                                        und:    www.9-mal-24.de

 

Sonntag, 03 März 2013 00:00

VOX- Unser Traum vom Haus

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Achtung Häuslebauer!

Fachwerkhaus Alsfeld%2084Sie wollen endlich ihren Traum verwirklichen und in eigene vier Wände ziehen? Das große Projekt „eigenes Haus“ nimmt Gestalt an? Wenn Sie sich vorstellen können, sich von einem Fernsehteam begleiten zu lassen -vom ersten Spatenstich bis zur Finalisierung- während Sie fleißig selber Hand anlegen und Ihre zukünftigen eigenen vier Wände bauen, dann sind wir neugierig auf SIE!


Wir sind Produzenten einer traditionsreichen Hausbausendung („Unser Traum vom Haus“) im deutschen Fernsehen („VOX“) und würden uns freuen, wenn wir Sie in der neuen Staffel mit an Bord hätten. Mit uns kann man nicht reich werden (Aufwandsentschädigung wird gezahlt), aber jede Menge Spass und eine wichtige Zeit des Lebens auf Filmmaterial gebannt.
Interesse? Dann melden Sie sich bei uns mit kurzen Infos wo Ihr Traumobjekt steht, was Sie vorhaben und wie wir Sie erreichen können!

haeuslebauer@vox.de oder 0221 - 456 15772

Sonntag, 03 Februar 2013 00:00

Umgebindehauspreis 2013

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Jetzt für den Umgebindehauspreis 2013 bewerben


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Wie in den vergangenen Jahren lobt die Stiftung Umgebindehaus auch in diesem Jahr den Umgebindehauspreis aus. 7.000 Euro Preisgelder werden von der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien und der Kreissparkasse Bautzen dafür bereit gestellt.


Bewerben können sich alle Eigentümer die mit Fleiß und Mühe ihr Umgebindehaus denkmalgerecht saniert haben. Ebenso können Personen und Vereine, die sich besonders um den Erhalt der Umgebindehäuser verdient gemacht haben für den Preis bewerben oder vorgeschlagen werden. Auch Umgebindehausbesitzer und Vereine aus unseren Nachbarländern Polen und Tschechien sind eingeladen sich zu beteiligen.

 


Einsendeschluss ist der 30. April. Die notwendigen Bewerbungsunterlagen mit den Bewerbungskriterien können ab sofort auf der Webseite: www.stiftung-umgebindehaus.de abgerufen oder telefonisch über 03586-763281 angefordert werden.


Nach einer formalen und inhaltlichen Vorprüfung durch die Fachjury bestätigt der Fachbeirat der Stiftung Umgebindehaus die Preisträger. Die Feierstunde mit der Übergabe der Preise ist für den 7. September 2013 in Ebersbach-Neugersdorf „Alte Mangel“ vorgesehen.

Arnd Matthes
Geschäftsstellenleiter
Stiftung Umgebindehaus